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Skurrile Meldungen, kuriose Mails, interessante Schilder – der Alltag steckt voller Merkwürdigkeiten. Hier gibt’s Beispiele…
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„Lebensweg“ – Saša Stanišić

Saša Stanišić floh mit 14 Jahren vor dem Bosnien-Krieg nach Deutschland und ist heute ein mehrfach preisgekrönter Autor deutscher Sprache. Was ihn zum Schreiben gebracht hat, ob er sich vorstellen kann, auch auf Bosnisch zu schreiben, und wie er die aktuelle Situation für Flüchtlinge in Deutschland sieht, das alles hat er mir im Interview erzählt.

Lebenswege

Lebenwege

Aus der Reihe: Merkwürdige Mails (8)

Heute: Mails, die brisante Erkenntnisse liefern:

„Presse-AKADEMIE 01.     

Thema: Die Zeitdilatation-LÜGE

Für die Presse, für die alltäglichen Menschen (wie ich), für die Theoretischen PhysikerInnen (im Weiteren: RelativistInnen), für die VertreterInnen der Gesetze, einfach für ALLE! 

Was die Zeitdilatation ist, ist völlig egal, weil sie in Wirklichkeit nie und nirgendwo zustande gekommen ist!

Die Zeitdilatation existiert nur im Einsteinschen und den der RelativistInnen HUMBUG! 

Wir werden nur die Natur widrigen („Gedanken“) Experimente prüfen, womit Einstein und die RelativistInnen aus den Menschen IdiotInnen machen wollten. Diese Absicht ist bei Ihnen, liebe LeserInnen, nicht gelungen, oder?“

Wer von den lieben LeserInnen nun neugierig geworden ist und nach mehr Aufklärung darüber verlangt, wie aus den Menschen IdiotInnen gemacht werden sollen – kurze Mail an mich, ich liefere den Rest! Denn selbstverständlich berichtet ja die Lügenpresse darüber wieder nicht…

Call me Dougie

Ja, ich bekenne: Ich gehöre zu den Menschen, die mit einem offenbar deutlich sichtbaren „S“ auf der Stirn gekennzeichnet sind. Nicht-Mitglieder der S-Gruppe erkennt man daran, dass sie mit belustigter Verständnislosigkeit auf Alltagserlebnisse von S-Gruppenmitgliedern reagieren – und an dem mit verblüfftem Staunen vorgetragenen Satz „Komisch, so was ist mir noch nie passiert!“ Schicksalsgenossen dagegen nicken wissend und verständnisschwer seufzend. Wie mir einmal eine Freundin erklärte, die ebenfalls Angehörige der S-Gruppe ist, steht das „S“ für Folgendes: „Bin sozial, sprich mich an!“

Angehörige der S-Gruppe zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht in der Lage sind, aufdringlichen Vertretern, „Verhaltensauffälligen“ und marodierenden Nervbanden auszuweichen oder diese im Konfrontationsfall abzuwehren. Im Gegenteil: Sie ziehen diese magisch an und können sich gegen sie nur äußerst schlecht zur Wehr setzen. Stattdessen hören sie ihnen stundenlang mit nur schwacher, aber auf alle Fälle erfolgloser Gegenwehr und freundlichem Lächeln und Nicken zu, um dann im Fall von Vertreter-Belästigung am Ende, zack, ermattet in die Falle zu tappen und Haushaltsmesser oder Wurzelbürsten zu kaufen, Zeitschriftenabonnements mit zehnjähriger Laufzeit zu unterschreiben oder urplötzlich Förder-Mitglied der transsylvanischen Rettungsflugwacht oder Pate eines dreibeinigen, verwitweten Leguans mit Migrationshintergrund zu sein. Im Fall von Verrückten-Belästigung tragen sie im allgemeinen ein blutendes Ohr samt Tinnitus davon, kennen dafür aber auch eine neue, bewegende Lebens- und Leidensgeschichte – die eventuell auch einen interessierten, aber in sicherem Abstand verbliebenen Zuhörerkreis angezogen hat.

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Von Brocklosenborstel nach Dümmlinghausen

Heute mal einer meiner alten Artikel, den zu schreiben mir großen Spaß gemacht hat – uuuuund bitte:

Von Brocklosenborstel nach Dümmlinghausen

Am 22. Juli 1963 war es endlich soweit: Nach jahrzehntelangen Hänseleien waren die Bewohner des Westerwalddorfs Kotzenroth ihren anrüchigen Ortsnamen los – ab sofort lebten sie im wohlklingenderen Rosenheim, was mit einem festlichen Umzug gefeiert wurde. Acht Jahre später konnten auch die Einwohner des rheinhessischen Blödesheim aufatmen und als Hochborner in ein von Hohn und Spott befreites Leben starten. Das unterscheidet sie von den Menschen in Gammelshausen, Pinkler, Linsengericht oder Regenmantel, die wegen ihrer Heimat auch heute noch Gelächter oder anzügliches Grinsen erdulden müssen. Von Aftersteg im Breisgau bis Zwetschenwippe in Nordrhein-Westfalen sorgen zahllose Ortsnamen in Deutschland für Heiterkeit bei jenen, die nicht darin wohnen.

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